Was jetzt Aufgabe der Kirche ist: Keine Gewalt – Gottvertrauen stärken – Schöpfung bewahren
Wer heute versucht, die verworrene gesellschafts- wie weltpolitische Lage zu beschreiben, wird an drei Entwicklungen nicht vorbeikommen:
Warum diese Wut?
Nach dem eindrücklichen Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche am heutigen Dienstag, 5. Mai 2026, fand auf dem Nikolaikirchhof noch eine kurze Kundgebung „Leipzig trauert“ statt. Diese habe ich mit der folgenden Rede eröffnet:
Linke Gewalt, Polizei und der Kampf gegen den Rechtsnationalismus
In den vergangenen Tagen bin ich immer wieder gefragt worden, wie ich denn die Ereignisse am 02./03. Juni 2023 in Leipzig bewerte. Ich habe mich bis jetzt mit einer Antwort zurückgehalten, weil ich mich an dem Wochenende nicht in Leipzig aufgehalten habe. Hier ist sie nun:
Leicht durchschaubar, schwer zu bekämpfen: der Dreisprung der Rechtsnationalisten
Sie häufen sich wieder: Brandanschläge auf Asylunterkünfte – in Leipzig im August, vor über zwei Wochen in Groß Strömkendorf in Mecklenburg-Vorpommern, vergangene Woche in Bautzen und gestern in Neukieritzsch bei Leipzig.
Kritik an Corona-Politik und rechte Gewalt
Schon zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 stand eine Frage warnend am Horizont: Können der Rechtsnationalismus im Gewand der AfD, der „Reichsbürger“ und anderer rechtsextremistischer Gruppierungen wie der „Dritte Weg“ von der Corona-Krise und den absehbaren Einschränkungen des öffentlichen Lebens profitieren?