Kriegslogik oder: ein langer Marsch zum Frieden
Der Angriffskrieg Putins legt sich krakenhaft und mit grausamer Wucht über die Ukraine. Zerstörung, Tod, menschliches Elend, Vertreibung, Verzweiflung – nur mühsam und völlig unzulänglich können Worte zum Ausdruck bringen, was Wladimir Putin und seine Vasallen derzeit anrichten.
„’s ist Krieg! ’s ist Krieg!“
So beginnt das berühmte Gedicht von Matthias Claudius aus dem Jahr 1778: ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre, / Und rede Du darein! / ’s ist leider Krieg – und ich begehre, / Nicht schuld daran zu sein!
Umsonst?
Dieser Tage wurde ich von einem Journalisten gefragt: „War in Afghanistan alles umsonst?“ Meine spontane Antwort lautete: „Ja, denn nichts war umsonst in Afghanistan.“ * Eine nur auf den ersten Blick widersprüchliche Erwiderung.
„Nichts ist gut in Afghanistan …“
In diesen Tagen wird sich manche*r an den einen Satz aus der Neujahrspredigt von Margot Käßmann in der Dresdner Frauenkirche am 1. Januar 2010 erinnern: „Nichts ist gut in Afghanistan.“ (https://www.ekd.de/100101_kaessmann_neujahrspredigt.htm)
Der abgebrochene Aufbruch zur Demokratie – 30 Jahre Friedliche Revolution heißt auch: 30 Jahre Gedankenlosigkeit
Sie bleibt ein großartiges Ereignis in der europäischen Geschichte: die Friedliche Revolution. Der 9. Oktober 1989 ist ein Tag, der nicht vergessen werden darf: 70.000 Bürgerinnen und Bürger zogen nach den Friedensgebeten in Leipzig um den Ring, um ein offenes Land mit freien Menschen einzufordern.