„Kirche im Singular“ oder: Wo bleibt die Auseinandersetzung mit der religiösen Rechten? – Ein paar Gedanken zum Reformationsfest 2022
Kürzlich schleuderte mir ein ca. 50-jähriger Mann halb provozierend, halb vorwurfsvoll entgegen: „Luther hat die Kirche gespaltet. Er ist doch auch einer von denen, die Menschen getrennt und gegeneinander aufgebracht haben.“ Ungesagt hörte ich den Vorwurf: Und ihr Protestanten feiert das auch noch. Ja, wir feiern am 31. Oktober das Reformationsfest.
Wider die rechte Verblendung
Sie füllen die Straßen: Menschen, die wütend und verbittert sind über die Inflation und die hohen Energiekosten.
22 ist nicht 89 – Wir leben in keiner Diktatur
Seit einigen Tagen hängen die Banner an den Leipziger Innenstadtkirchen: „22 ist nicht 89 – Wir leben in keiner Dikatur“.
Die religiöse Rechte und der politische Autokratismus – eine giftige Saat geht auf
„Gott, Familie, Vaterland“ – mit diesem Slogan aus der unseligen Zeit des Hitler-Freundes und Diktators Benito Mussolinis tritt die Siegerin der Parlamentswahlen in Italien, Giorgia Meloni, seit Wochen auf.
Wo bleibt die Glaubwürdigkeit?
Gerade ging in Karlsruhe die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu Ende. Über 4.000 Vertreter*innen christlicher Kirchen aus 120 Ländern haben 10 Tage getagt. Unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ haben sie über die Aufgaben und die Verantwortung von Christinnen und Christen sowie der Kirchen in […]