Frohe Ostern

In diesem Jahr grüßen wir sehr herzlich zum Osterfest vom anderen Ende der Welt: Australien. Ostersonntag werden wir in Sydney feiern – dort, wo die Tage kürzer und die Nächte länger werden (um 17.00 Uhr setzt die Dämmerung ein). Kein Frühling, sondern Herbst. Das scheint auch eher der wenig verheißungsvollen Nachrichtenlage zu entsprechen. Dennoch gibt es Zeichen des Aufbruchs – wie die schöne Blüte an einem Eukalyptusbaum auf Kangaroo Island zeigt. Der Kern der Osterbotschaft verliert sich nicht im dunklen Karfreitagsgeschehen dieser Welt: Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben ans Licht gebracht (2. Timotheus 1,10) – eine Botschaft, die wir in einer Welt, die voll ist von Tod-Anbetern und Tod-Bereitern, bitter nötig haben. Es ist grotesk, wie sich Halbirre wie ein Kim, ein Trump, ein Assad, ein Erdogan zu kriegerischem Totenkult hinreißen und dafür feiern lassen und für ihren Wahnsinn auch noch uns, die Bürgerinnen und Bürger dieser Welt, in Geiselhaft nehmen. Der australische Ministerpräsident Malcom Turnbull hat in dramatischen Worten vor einem neuen Weltkrieg gewarnt angesichts der völlig abstrusen Drohungen des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un. Da nimmt sich das, was Rationalisten für Unsinn halten, nämlich die Lebensbotschaft von der Auferstehung Jesu von den Toten, wie ein Geschenk der Vernunft aus. Gott sei Dank sind wir eben nicht den Totengräbern in den Machzentren hilflos ausgeliefert. Wir können ihnen widerstehen, wenn wir – so wie die Bienen im Bild – aus dem Ostergeschehen jeden Tag neu Kraft und Zuversicht schöpfen. Damit knüpfen wir Christen an die Grunderfahrung des Volkes Israel an, das durch Gottes Wirken von der Knechtschaft in Ägypten befreit wurde. Juden in aller Welt feiern dies mit dem Pessach-Fest. In diesem Jahr fällt es mit dem christlichen Osterfest zusammen (für uns sehr sinnfällig: aus unserem Hotelzimmer blicken wir auf die Große Synagoge Sydneys). Wie jedes Jahr können wir auch morgen mit großer Freude Ostern feiern. Denn eines ist gewiss: Die Kims, Trumps, Assads, Erdogans werden – wie die Wachsoldaten vor Jesu Grab – entmachtet und kampfunfähig dem Schlaf verfallen. Gute Aussichten für eine mehr als bedrohte Welt.

Dieser Eintrag wurde gepostet in Kirche, Politik und getagged , , . Bookmarken Sie den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*